Folgewirkungen
Die Schwere der Folgewirkungen beider Formen einer Aortenisthmusstenose ist abhängig vom Ausmaß der Enge. Kommt es nach der Geburt zum üblicherweise eintretenden Spontanverschluß des Ductus arteriosus, kann insbesondere bei Vorliegen einer präduktalen Isthmusstenose für das Neugeborene eine lebensbedrohliche Situation eintreten. Die Durchblutung der unteren Körperhälfte, die bei hochgradiger Isthmusstenose größtenteils über den Ductus gewährleistet wird, kann dann nahezu unterbrochen werden. Lebenswichtige Organe wie Leber und Nieren können hierdurch dauerhaft geschädigt werden. Die linke Herzkammer wird durch das Pumpen gegen den Widerstand der Enge übermäßig belastet, so daß es zum Pumpversagen der linken Herzkammer kommen kann. In diesen Situationen kann der Ductus relativ erfolgreich mit einem Medikament (Prostaglandin) wiedereröffnet und offen gehalten werden. Bei Vorliegen einer postduktalen Isthmusstenose können die Veränderungen gleichermaßen bedrohlich sein wie vorangehend beschrieben. Je nach Ausmaß der Isthmusstenose bieten die Neugeborenen und Säuglinge die typischen Zeichen einer Herzinsuffizienz wie vermehrtes Schwitzen, beschleunigte Atmung, Trinkschwäche und Gedeihstörung. Bei hochgradigen Stenosen, den sogenannten kritischen Aortenisthmusstenosen, zeigen die Kinder schockartige Verfallszustände. Die Isthmusstenose bei älteren Kindern zeigt in der Regel einen weniger bedrohlichen Verlauf als im Neugeborenenalter, kann aber langfristig abhängig vom Ausmaß der Enge durchaus bedeutungsvoll sein. Betroffene Kinder können durch Bluthochdruck, Schmerzen in den Beinen, häufiges Nasenbluten, schwach tastbare Pulse in den Leisten oder ein leises Herzgeräusch auffallen.
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